2025 habe ich es endlich nach Singapur geschafft. Bei vielen vergangenen Asien-Reisen habe ich darüber nachgedacht, es aber letztendlich bis jetzt nie gebucht.
Der Stadtstaat hat viel zu bieten, ist aber gleichzeitig recht übersichtlich und nicht allzu groß. In ein paar Tagen schafft man es, sich fast alle Sehenswürdigkeiten anzuschauen.
Singapur: Moderne und Tradition in einem
Singapur ist ja bekannt dafür, kulinarisch und kulturell ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen Asiens zu sein. Daher war ich besonders gespannt, was mich erwartete. Alles was ich sonst noch wusste über den kleinen Stadtstaat waren eher so Dinge wie drakonische Strafen für Kaugummis bzw. wenn man Müll liegen lässt, sehr hohe Sauberkeit, immerwährende brütende Hitze mit tropischen Regenschauern und dass alles supermodern sein soll. Was davon stimmt? Finden wir es heraus!
Allgemeine Tipps für deine Singapur-Reise
Anreise
Singapur ist ein internationales Drehkreuz in Südostasien und wird von allen großen Fluggesellschaften angeflogen. Der Flughafen Changi wurde außerdem diverse Male zum besten der Welt gekürt und ist selbst schon eine Sehenswürdigkeit, die man direkt als erstes erkunden kann, nachdem man gelandet ist (zumindest das angeschlossene Einkaufszentrum).
Ein Direktflug von bspw. München aus dauert ca. 12 Stunden, mit Umstieg über die Emirate um die 16 Stunden. Flüge suche ich meistens über Skyscanner.
Reisezeit und Klima
Singapur kann das ganze Jahr bereist werden. Das Klima ist immer subtropisch und heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit. In unseren Wintermonaten kann es etwas mehr regnen, aber meistens nur kurz. Ich war Mitte Oktober in Singapur und es war an allen Tagen sehr heiß über 30 Grad. Dickere Klamotten kann man also getrost zuhause lassen (es ist aber auch viel klimatisiert in Singapur, bitte beachten). Ein paar Tropfen sind hier und da auch mal gefallen.

Singapur Klimatabelle
Trinkwasser
Das Trinkwasser in Singapur ist staatlich kontrolliert und kann wie in Deutschland bedenkenlos aus der Leitung getrunken werden. Ich habe das auch getan und habe keinerlei Probleme gehabt. Wasser in Flaschen kauft man eigentlich nicht und die Auswahl ist in den Märkten auch sehr klein und teuer.
Unterkunft
Singapur ist relativ klein, aber gerade für Erstbesucher ist es natürlich wichtig, in der Nähe der ganzen wichtigen Sehenswürdigkeiten zu wohnen. Vom Zentrum in Nähe von Marina Bay ist die gesamte Stadt zu Fuß erkundbar oder man fährt ein paar Stationen mit der U-Bahn. Ich selbst habe im Hotel lyf Bugis im Stadtteil Bugis übernachtet, konnte alles erlaufen und die Gegend war auch sehr schön und kulturell geprägt – Streetfood Markt oder Nationalmuseum sind um die Ecke. Natürlich kann man sich auch direkt im berühmten Marina Bay Sands Hotel ein Zimmer gönnen, aber das ist entsprechend kostspielig. In der Gegend um Clarke Quay sind viele Bars und Restaurants.
Währung und Bezahlen

Singapur bargeldlos
Die Währung in Singapur ist der Singapur-Dollar (SGD). Derzeit entspricht 1€ ungefähr 0,66 SGD (Stand Dezember 2025).
Im gesamten Stadtstaat sind Kreditkarten gängiges Zahlungsmittel. Man kann überall damit bezahlen, auch die U-Bahnen und in jedem Laden, sogar den meisten Food-Courts bzw. Essensmärkten („Hawker-Center“). Ich habe für meine gesamten Tage in Singapur kein Geld abheben müssen und habe alles bargeldlos bezahlt. Unbedingt auf eine Kreditkarte achten, die keine Gebühren für den Auslandseinsatz bzw. Währungsumrechnungsgebühren verlangt.
Singapur hat den Ruf eine der teuersten Städte der Welt zu sein, und das mag vielleicht stimmen. Es ist auf jeden Fall teurer als in anderen südostasiatischen Urlaubsländern, aber auch nicht so teuer, dass man bei jedem Zahlvorgang erst einmal zusammenzucken würde. Vor allem, wenn man nicht nur Luxusshopping macht und teuer essen geht. Aus meiner Sicht liegt das Preisniveau etwas über Deutschland.
Transport
Singapur hat ein hervorragendes U-Bahn-Netz, das super sauber, pünktlich und sehr günstig ist. Eine Fahrt kostet meist nur um einen Euro. Das U-Bahn-Netz kann hier abgerufen werden.
Der Kauf von Mehrtageskarten für U-Bahn und Bus die überall beworben werden lohnt sich meiner Meinung nach überhaupt nicht. Selbst wenn man mehrfach täglich mit der Bahn umherfährt, ist man immer deutlich günstiger unterwegs, wenn man seine Fahrten einzeln mit seiner Kreditkarte bezahlt.
Grab, was man aus anderen asiatischen Ländern kennt (wie Uber) gibt es auch in Singapur. Eine Fahrt vom Flughafen kostet um die 15 bis 20 Euro, aber mit der Bahn ist man in weniger als 1 Stunde für einen Bruchtteil der Kosten in der Innenstadt.
In der Stadt kann man sich überall Fahrräder ausleihen über eine App und damit Singapur’s Sehenswürdigkeiten bequem erkunden. Da es viele verschiedene Anbieter gibt, am besten auf diesen tollen Beitrag schauen, in dem alle Angebote anschaulich erklärt werden (externer Link, Englisch)
Sprache
In Singapur spricht wirklich jeder fließend Englisch, da es auch Amtssprache ist. Außerdem wird man durch das Zusammenspiel vieler verschiedener Kulturen auf viele weitere Sprachen treffen (Mandarin, Indisch, Malay etc.), aber mit Englisch kommt man in Singapur hervorragend zurecht.
Allgemeine Infos
Singapur ist sehr sauber – was natürlich auch an den entsprechenden Strafen liegt, wenn man sich nicht daran hält. Schilder dazu sieht man überall. Generell gilt auch ein Rauchverbot wirklich überall. Schon vor dem Landen wird man im Flugzeug auf hohe Strafen bei Drogenkonsum oder Besitz hingewiesen, da z.B. Cannabis in vielen Ländern ja schon legal ist. Auch elektronische Zigaretten (Vapes) sind verboten. Von solchen Dingen unbedingt die Finger lassen und die lokalen Gesetze beachten. Die Stadt gilt als sehr sicher zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Sehenswürdigkeiten: Das muss man definitiv gesehen haben!
Für die meisten Attraktionen muss man in Singapur nichts bezahlen – sie sind kostenlos. Teuer wird es eher bei den größeren Dingen wie Vergnügungsparks, die man besuchen kann, aber nicht unbedingt muss.
Jewel Changi am Changi Flughafen
Direkt nach der Landung sollte man bevor man in die Stadt reinfährt einen kleinen Abstecher zur Jewel Changi Mall machen um sich einzustimmen. Man kann einfach mit seinem Koffer hinüberlaufen. Die Mall ist halb offen gestaltet und wird in der Mitte von einem riesigen künstlichen Wasserfall dominiert, den jeder bestimmt schon oft auf Social Media gesehen hat. Hier macht jeder ein Selfie, ich habe es auch getan. Die beste Sicht auf den Wasserfall hat man übrigens nicht von ganz oben, sondern ein oder zwei Ebenen tiefer.
Chinatown, Kampong Glam und Little India
Diese drei Viertel zeigen für mich am deutlichsten, wie vielfältig Singapur ist. Chinatown, Kampong Glam und Little India fühlen sich an wie Spaziergänge in andere Länder – dabei sind sie nur wenige Minuten voneinander entfernt. Die Atmosphäre wechselt ständig: andere Farben, andere Gerüche. In Little India kam ich mir vor wie mitten in den indischen Straßenschluchten (auch wenn ich selbst noch nicht in Indien war). Auch die kleine Mall in Little India ist wie ein riesiger Basar, in dem man sich verirren kann. In den Vierteln spürt man die kulturellen Wurzeln der Stadt wirkt. Kampong Glam ist das muslimische Viertel. Mein Tipp: Einfach loslaufen, zwischendrin gibt es auch noch eindrucksvolle Tempel und heilige Stätten zu entdecken.
Marina Bay Sands Hotel inkl. Rooftop Bar
Das Marina Bay Sands Hotel ist eines der Wahrzeichen Singapurs, die man schon unzählige Male auf Bildern gesehen hat, wenn man aber letztendlich selbst vor Ort ist, ist man immer noch beeindruckt. Allein die Präsenz dieses riesigen, schiffsartigen Gebäudes prägt das Stadtbild.

Singapur – Marina Bay
Besonders die Rooftop Bar ist ein Erlebnis: Der Blick über die Skyline, das Wasser und die Lichter der Stadt sind spektakulär und vermitteln dieses typische Gefühl aus Luxus, Zukunft und Großstadt. Selbst wenn man nicht im Hotel wohnt, lohnt es sich, sich hier einen Drink zu gönnen und den Moment zu genießen.
Tipp: Das Marina Bay Sands hat auch eine Aussichtsplattform, zu der man hochfahren kann. Für um die 30 Euro ist die Rooftop-Bar aber eine wunderbare Alternative, bei der noch ein Getränk inklusive ist.
Es lohnt sich auch, ein wenig im Hotel umherzuschlendern. Auch eine Mall ist angeschlossen und draußen vor dem Hotel liegt ein kugelförmiger Apple-Store im Wasser, der sehr sehenswert ist.
Merlion Park und Clarke Quay mit Restaurants und Bars
Der Merlion Park direkt an Marina Bay ist auf jeden Fall ein Pflichtbesuch. Die Kulisse ist atemberaubend – trotz der Unmenge an Touristen, vor allem am Abend, wenn alles bunt beleuchtet ist. Aber man selbst sollte auch erst hinschauen, wenn es dunkel wird, denn dann ist die Atmosphäre aus Wasser, Neonlichtern und Hochhäusern einfach besonders schön. Die wasserspeiende Statue aus Fischkörper und Löwenkopf ist ein beliebtes Fotomotiv. Über die Jubilee Brücke kann man auf die andere Seite spazieren und dabei tolle Fotos machen.
Vom Merlion Park ist es nicht weit nach Clarke Quay, wo Singapur seine gesellige Seite zeigt. Abends füllt sich das Viertel am Fluß mit Leben, hier ist Entertainment angesagt. Restaurants, Bars und Außenterrassen reihen sich aneinander und laden dazu ein, den Tag ausklingen zu lassen. Zwar wird man hier auch etwas bedrängt, doch bitte das eigene Restaurant zu besuchen oder ein Getränk zu bestellen, aber es sind in der Tat einige hervorragende Restaurants hier zu finden. Hier kann man sicherlich einen tollen Abend verbringen.
In der Nähe von Clarke Quay kann ich noch den Raffles Place empfehlen, ein wunderbar entspannter kleiner Park umgeben von Hochhäusern. Hier kommt man sich vor wie im Bryant Park in New York City!
Gardens by the Bay
Die Gardens by the Bay gehören zu den Orten, die zeigen, wie modern Singapur ist. Natur und Architektur verschmelzen hier auf eine Art, die man so kaum woanders sieht. Tagsüber wirkt es sehr ruhig, und auf dem riesigen grünen Gelände hinter dem Marina Bay Sands vergisst man schnell, dass man sich mitten in einer Metropole befindet. Abends verändert sich die Stimmung: Die Lightshow taucht die Umgebung in bunte Farben, und Musik und schafft eine schon fast magische Atmosphäre. Unbedingt vorher nachschauen, wann die Lichtshows bei den „Supertrees“ stattfinden, damit man sie nicht verpasst. Es gibt hier übrigens die Möglichkeit, auf die „Supertrees“ hochzusteigen und dort auf Brücken umherzuwandern (ich habe es nicht gemacht).
Orchard Road
Die Orchard Road ist Singapurs bekannteste Einkaufsstraße, fühlt sich aber weniger wie eine klassische Shoppingmeile an, sondern eher wie ein Lifestyle-Boulevard. Alles ist großzügig und stylisch gestaltet. Selbst wenn man nicht unbedingt etwas kaufen möchte, lohnt sich ein Besuch, um das Treiben zu genießen. Hier kann man wunderbar mehrere Stunden verbringen, in die ein oder andere Mall abtauchen – manchmal findet dort wie bei mir auch einfach eine Pokemon-Karten-Tauschbörse oder ein spontanes Konzert statt. Cafés gibt es an jeder Ecke, Möglichkeiten was Leckeres zu Essen sowieso.
Singapur’s Botanischer Garten
Der botanische Garten ist ein wahres Juwel mitten in der City, denn der riesige Park kann komplett kostenlos besucht werden und ist ein willkommener Ruhepunkt in der Mitte der Stadt. Hier sieht man viele Einwohner, die einfach nur spazieren gehen, oder es sich auf einer Picknickdecke gemütlich machen und den Tag genießen. Zu sehen gibt es viele tropische Pflanzen und Bäume entlang der vielen Wege. Im Park selbst ist auch ein Orchideengarten, lediglich hier muss Eintritt bezahlt werden.
Essen und Kulinarisches
Hawker Center
Die Hawker Center sind das Herz der singapurischen Esskultur. Gutes Essen muss weder teuer noch kompliziert sein. Es sind quasi unzählige Streetfood-Stände unter einem Dach.
Die Atmosphäre ist lebendig, laut, locker und es macht Spaß. Man sitzt zwischen Einheimischen, Geschäftsleuten, Familien und Reisenden. Es wird einfach alles angeboten, was die Küche in Singapur hergibt: Essen aus diversen Kulturen, von Malatang bis Fischsuppe oder Chicken Rice.
Ich selbst war ziemlich oft im zentral gelegenen Hawker Center Lau Pa Sat (Google Maps) – hier konnte man an jedem Stand auch problemlos mit seiner Kreditkarte bezahlen.
Das musst Du probiert haben: Hainan Chicken Rice
Hainan Chicken Rice klingt zunächst unscheinbar, entpuppt sich aber schnell als echtes „Comfort food“. Das Gericht wirkt eigentlich relativ einfach, aber es ist superlecker und man kann es fast überall essen. Im Grunde genommen ist es nichts anderes als Hühnchen auf Reis, aber mit viel Aroma und die Marinade bzw. Sauce ist super. Man kann oft auswählen, ob man knuspriges Huhn oder ohne knusprige Haut haben möchte, dazu gibt es Brühe. Unbedingt probieren, wenn man das nicht gegessen hat, war man nicht in Singapur!
Empfehlung von mir für hervorragenden Chicken Rice: Feng Sheng Kampong Chicken Rice (Google Maps) – erstklassig bewertet und laut eigener Aussage natürlich der beste Laden in der Stadt. Ich fand’s auch super (und echt preiswert).
Das musst Du probiert haben: Kaya Toast
Von einem „Kaya Toast“ habe ich überall gelesen, deswegen habe ich mich auf die Suche begeben das auch endlich zu verköstigen. Dieses klassische Frühstück ist tief im Alltag Singapurs verankert. Direkt gegenüber von meinem Hotel war ein Toast Café, eine Kette zwar („Toast Box“), aber es war immer soviel los, es musste einfach gut sein. Die Kombination aus starkem Kaffee („Kopi“) und dem geröstetem Brot mit einer süßen, cremigen Kokos-Pandan-Marmelade (Kaya) und kalter gesalzener Butter bestreicht war perfekt. Ich habe über die Tage einige verschiedene Kaya Toast probiert und alle waren sie etwas anders. Kaya gibt es bei uns gar nicht, daher unbedingt zumindest einmal probieren.
Craft Bier Empfehlung
In Singapur gibt es mehrere Craftbeer-Bars, aber ein kleines Juwel ist mir doch besonders ans Herz gewachsen: Bellies Craft Beer im Fortune Center (Google Maps). Man muss etwas suchen, um es zu finden – im 4. Stock zwischen verschiedenen anderen Läden versteckt sich diese Mini-Bar. Die beiden Besitzer sind super herzlich und betreiben die Bar quasi neben ihrem Hauptjob. Die Auswahl an Bieren ist umfangreich und es gibt einige lokale Biere zu entdecken (aktuelle Taps finden sich immer bei Untappd). Unbedingt vorbeischauen, wenn ihr ungewöhnliche Biere mögt.
Weitere Tipps und Sehenswürdigkeiten in Singapur
National Gallery: Kunst und Aussicht
Die National Gallery war für mich eine tolle Entdeckung, die normalerweise nicht auf der Standardliste der Sehenswürdigkeiten in Singapur steht. Ich habe sie per Zufall entdeckt, weil ich daran vorbeigelaufen bin. Das Gebäude ist relativ imposant und hat eine beeindruckende Architektur aus dem letzten Jahrhundert und ist architektonisch auch von innen sehenswert.
Auf mehreren Stockwerken verbindet sich moderne Präsentation mit regionaler Geschichte. Auch wenn man kein ausgesprochener Kunstexperte ist, fühlt man sich hier sofort wohl. Neben Daueraustellungen ist in der Regel auch immer eine Sonderausstellung zu sehen mit zeitgenössischer Kunst. Ein Highlight ist übrigens die Dachterasse auf dem obersten Stockwerk: Hier hat man vollkommen gratis, auch ohne Museumsticket (!), einen tollen Ausblick auf Marina Bay.
Der Eintritt ins Museum kann vergünstigt über GetYourGuide gebucht werden, vor Ort ist es etwas teurer:
Rail Corridor
Der Rail Corridor ist ein wunderbarer Geheimtipp um das grüne Singapur zu erleben. Die ehemalige Bahntrasse zieht sich durch große Teile der Stadt über ganze 24 km und fühlt sich stellenweise fast ländlich an. Beim Spazierengehen oder Radfahren vergisst man schnell, dass Hochhäuser und Straßen gar nicht weit entfernt sind. Infos zum gesamten Weg und seinen Teilstücken finden sich auf dieser Webseite (Englisch).
Wandern im Dairy Farm und MacRitchie Park sowie TreeTop Walk
Dass man in Singapur so gut wandern kann, hatte ich ehrlich gesagt vor meiner Ankunft gar nicht erwartet. Der Dairy Farm Nature Park und der MacRitchie Park zeigen eine überraschend wilde Seite der Stadt. Dichte Vegetation, tropische Geräusche von Tieren aller Art und schattige Wege sorgen dafür, dass man sich eher wie im Dschungel als in einer Metropole fühlt. Teilweise habe ich über lange Zeit keinen einzigen anderen Menschen gesehen. Der TreeTop Walk ist dabei ein echtes Highlight: Hoch über dem Boden durch die Baumkronen zu gehen, ist ein besonderes Erlebnis und ein schöner Kontrast zur Großstadt, die nur wenige Kilometer entfernt ist.
Achtung: Der TreeTop Walk kann nur von einer Seite begangen werden und ist sozusagen „Einbahnstraße“, kostet aber nichts. Ich bin auf meiner Wanderung von der „falschen“ Seite gekommen und musste daher um die 2 km mehr wandern als eigentlich geplant, um zum Eingang zu gelangen.
Die Wanderung kann ich unbedingt empfehlen, es war zwar brütend heiß, aber die Natur war wirklich atemberaubend. Einstieg war bei mir der Start des Rail Corridors im Norden. Wichtig: Genug Wasser mitnehmen. Es gibt nirgends Wasserstellen oder einen Kiosk, nur am Forstamt gab es einen Wasserhahn. Details zu der Route bei Kommot unten.
Bonus: Vergnügungsparks & Co. für weitere Tage
Wer von Singapur noch nicht genug hat, meint alles gesehen zu haben aber noch ein paar Tage Zeit hat, oder vielleicht schon mehrmals in Singapur Station macht und nicht mehr weiß was er tun soll: Hier ein paar weitere Ideen, die ich selbst aber alle nicht ausprobiert habe.
- Mandai Wildlife Reserve: Zu diesem Anbieter gehören der bekannte Singapur Zoo, der sich als „world best rainforest Zoo“ bezeichnet, und das tropische Vogelparadies. Auch eine Nachtsafari wird angeboten. Am besten mal auf der Webseite umschauen, was es alles gibt. Hier kann man sicherlich mindestens einen Tag verbringen, es gibt auch Kombitickets: Webseite (Englisch)
- Universal Studios Singapur: Ein großer Vergnügungspark mit Achterbahnen und unzähligen Attraktionen: Webseite (Englisch)
- Singapur Oceanarium: Ein riesiges Aquarium: Website (Englisch)
- Gardens by the Bay Cloud Forest Jurassic World: Hier wird die Welt aus Jurassic World in einem tropischen Urwald nachempfunden mit riesigen Dinos und mehr: Webseite (Englisch)
- ArtScience Museum direkt an Marina Bay: Futuristische Ausstellungen wie teamLab für ein paar Stunden Zeitvertreib (Google Maps)
Fazit
Ich war zum ersten Mal in Singapur und von der Stadt ziemlich begeistert. Alles war super modern, das Essen war klasse, es gab viel zu sehen. Für einen Trip von ein paar Tagen ist Singapur die perfekte Location. Jeder der noch nie da gewesen ist, sollte mal vorbeischauen. Langweilig wird es dort sicherlich nie.
Wart ihr schon mal in Singapur? Habt ihr vielleicht besondere Highlights, die ich ganz übersehen habe? Schreibt es in die Kommentare, ich freu mich.

Hallo Timur
Sehr umfassender Bericht zu Singapur. Ist zwar schon eine Weile her, das ich vor Ort war, aber die Erinnerungen bleiben.
Mike
Eine schöne Zusammenstellung der wichtigsten Highlights in Singapur. Für mich gehört bei einem Aufenthalt immer auch ein Besuch in der berühmten Long Bar im altehrwürdigen Raffles Hotel mit dazu. Da kann man einen Singapore Sling schlürfen und die Schalen der dazu gereichten Erdnüsse darf man ganz offiziell auf den Boden werfen. Es ist wohl der einzige Ort in Singapur, an dem das Wegwerfen von Abfällen gefördert wird.
Warst du auch auf Sentosa? Die Insel war mir persönlich zu künstlich.
Viele Grüße und einen guten Rutsch
Carola
Hallo Carola,
vielen lieben Dank! Die Bar im Raffles Hotel merk ich mir mal für den nächsten Besuch. Davon wusste ich leider nichts als ich vor Ort war.
Auf Sentosa war ich nicht – ich habe mich am letzten Tag für die Wanderung stattdessen entschieden. Vor allem, weil auch ich vorher gelesen habe, dass es nicht unbedingt sehenswert ist, weil eben eher eine künstliche Vergnügungsinsel. Wer sich aber für Universal Studios & Co. interessiert, wird wohl eher dort Stopp machen 🙂
Lieben Gruß
Timur