Wunderschöne Wanderung von Mittenwald über das Dammkar auf die Karwendelspitze (1450 hm)
Der Ochsenbodensteig
Die Wanderung über den Ochsenbodensteig (Wanderweg 271), vorbei an der Dammkarhütte und durch das beeindruckende Dammkar bis hinauf zur Karwendelspitze, gehört für mich zu den schönsten Bergtouren, die ich bisher gemacht habe. Sie verbindet schattige Bergwälder, tolle Aussichten ins Tal, alpine Gerölllandschaften und spektakuläre Panoramen zu einer Tour, die abwechslungsreicher kaum sein könnte.
Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Viele Wanderer fahren morgens mit der Karwendelbahn nach oben und steigen anschließend durch das Dammkar wieder nach Mittenwald ab. Nach meiner Tour nach oben würde ich diese Variante allerdings nicht empfehlen.
Warum? Das Dammkar besteht über weite Strecken aus losem Geröll. Dieses bergauf zu gehen ist zwar anstrengend, fühlt sich aber deutlich angenehmer und sicherer an, als ständig bergab auf rutschigem Untergrund abzusteigen. Außerdem wartet mit dem Ochsenbodensteig einer der schönsten Abschnitte der gesamten Tour, und den genießt man meiner Meinung nach viel mehr am Anfang des Tages als mit müden Beinen nach einem langen Abstieg.
Nach rund 1.450 Höhenmetern darf man sich deshalb guten Gewissens den Luxus gönnen, die letzten Höhenmeter mit der Karwendelbahn zurück ins Tal zu schweben. Die einfache Talfahrt kostet derzeit 30,90 Euro – das ist zwar kein Schnäppchen, aber nach dieser Tour aus meiner Sicht jeden Euro wert.
Wichtig: Vor dem Start unbedingt auf der Webseite der Karwendelbahn überprüfen, ob die Wanderwege alle offen sind und ob die Bahn planmäßig fährt: Karwendelbahn.de
- Start/Ziel: Bahnhof Mittenwald bis zur Karwendelbahn Bergstation
- Länge: ca. 10,5 km
- Aufstieg: Ca. 1.450 Höhenmeter (plus optional 120 für den Panoramaweg)
- Gehzeit: Ca. 5 bis 7 Stunden (je nach Kondition und Pausen)
- Schwierigkeit: Mittel bis anspruchsvoll (vor allem der zweite Teil am Dammkar)
- Einkehrmöglichkeiten: Dammkarhütte (auf 820 hm) und Karwendelbräu am Ziel (1.450 hm)
- Jahreszeit: Vor allem im Sommer (ab Ende Juni bis Oktober)
- Rückkehr: Mit der Karwendelbahn (einfache Fahrt derzeit 30,90€)
Vom Bahnhof Mittenwald hinein ins Karwendel
Schon die Anreise könnte unkomplizierter kaum sein. Mittenwald besitzt einen Bahnhof direkt an der Strecke zwischen München und Innsbruck. Wer mit der Bahn anreist, kann praktisch unmittelbar nach dem Aussteigen loslaufen. Auch mit dem Auto ist Mittenwald gut erreichbar, allerdings sind die Parkplätze an schönen Sommertagen oft schon früh am Morgen gut gefüllt. Für diese Tour hat die Anreise mit dem Zug daher sogar einen kleinen Vorteil.
Nach wenigen Minuten verschwindet der Ort bereits hinter einem. Der Wanderweg startet an der Talstation der Karwendelbahn. Noch wirkt kaum vorstellbar, dass man einige Stunden später dort oben stehen wird – von unten schaut es wirklich sehr hoch aus. Und das wandert man wirklich alles hoch?
Wir haben die Wahl zwischen dem Wanderweg 270 – ein breiter Forstweg – oder dem Wanderweg 271, dem Ochsenbodensteig. Letzterer ist ein paar Meter länger, aber bedeutend schöner zu wandern.
Der Weg steigt zunächst gleichmäßig an. Immer wieder öffnen sich kleine Lichtungen mit Blick zurück auf Mittenwald und das Wettersteingebirge. Besonders an klaren Tagen zieht die Zugspitze schon früh die Aufmerksamkeit auf sich, während sich vor einem die schroffen Kalkwände des Karwendels immer imposanter aufbauen.
Während der breite Forstweg in langen Kehren ebenfalls zur Dammkarhütte führt, verläuft der Steig deutlich abwechslungsreicher. Schmale Waldpfade wechseln sich mit wurzeligen Passagen und felsigen Abschnitten ab. Immer wieder öffnen sich überraschende Ausblicke ins Tal oder hinüber zu den steilen Felsflanken. Die Vegetation ändert sich alle paar Höhenmeter. Der Weg wirkt ursprünglich und vermittelt viel stärker das Gefühl, tatsächlich in den Bergen unterwegs zu sein.
Genau deshalb würde ich den Ochsenbodensteig jederzeit dem Forstweg vorziehen. Er verlangt zwar etwas mehr Aufmerksamkeit, belohnt dafür aber mit deutlich mehr Naturerlebnis und macht bereits den ersten Teil der Wanderung zu einem echten Highlight.
Mein Tipp: Plane ausreichend Zeit ein. Nicht weil die Strecke besonders lang wäre, sondern weil es unterwegs immer wieder Gründe gibt stehenzubleiben – sei es für die Aussicht, eine kurze Verschnaufpause oder einfach, um die beeindruckende Landschaft des Karwendels auf sich wirken zu lassen. Und wenn man oben ankommt, will man auch noch Zeit für den Karwendelbräu haben.
Die Dammkarhütte – die letzte Rast vor dem alpinen Teil
Nach dem abwechslungsreichen Ochsenbodensteig taucht schließlich die Dammkarhütte auf. Für viele Wanderer ist sie die erste Pause des Tages, aber gleichzeitig die letzte Gelegenheit, vor dem anspruchsvollsten Abschnitt noch einmal Kraft zu sammeln.
Die Hütte liegt genau dort, wo sich die Landschaft langsam verändert. Hinter einem liegen die schattigen Wälder und schmalen Bergsteige, vor einem öffnet sich das gewaltige Dammkar. Spätestens jetzt wird deutlich, weshalb diese Tour zu den eindrucksvollsten Wanderungen im Karwendel zählt.
Ich habe hier eine kurze Pause eingelegt, eine Kleinigkeit gegessen und getrunken und den Blick nach oben schweifen lassen. Die Aussicht auf das Dammkar ist sehr imposant. Das Ziel scheint zum Greifen nah – und wirkt gleichzeitig noch erstaunlich weit entfernt. Die steilen Schutthänge vermitteln bereits einen guten Eindruck davon, was einen in den nächsten Stunden erwartet.
Wer bisher das Gefühl hatte, die Tour sei zwar anstrengend, aber gut machbar, wird spätestens hier merken: Jetzt beginnt der alpine Teil.
Das Dammkar: eine Landschaft wie aus einer anderen Welt
Kaum verlässt man die Dammkarhütte, verändert sich die Umgebung schlagartig. Die letzten Bäume bleiben zurück, stattdessen dominieren helle Kalkfelsen, riesige Geröllfelder und steile Schuttrinnen das Bild. Es wirkt fast so, als hätte man die Baumgrenze nicht nur überschritten, sondern gleich eine ganz andere Welt betreten.
Der Weg zieht sich nun durch das Dammkar stetig bergauf. Die Markierungen sind meistens gut zu erkennen, dennoch verlangt der Untergrund die ganze Aufmerksamkeit. Stöcke sind hier meiner Meinung nach Pflicht! Lose Steine und Schotter wechseln sich mit festeren Passagen ab. Trittsicherheit ist hier wichtiger als Geschwindigkeit. Wer seinen eigenen Rhythmus findet und sich nicht vom scheinbar endlosen Anstieg entmutigen lässt, kommt Schritt für Schritt dem Gipfel näher. Ab und an sieht man noch Schneefelder, die im Schatten liegen, aber es waren nicht mehr viele Anfang Juli.
Was diesen Abschnitt so besonders macht, ist jedoch nicht nur die Landschaft, sondern auch seine Geschichte.
Als hier im Sommer Ski gefahren wurde
Heute wirkt das Dammkar wie eine unberührte Hochgebirgslandschaft. Kaum vorstellbar, dass dieser Ort über Jahrzehnte zu den bekanntesten Sommerskigebieten Deutschlands gehörte.
Durch seine geschützte Lage blieb der Schnee früher außergewöhnlich lange liegen. Noch bis weit in den Sommer hinein nutzten Skifahrer die steilen Felder. Teilweise wurde sogar bis in den August Ski gefahren. Das Dammkar entwickelte sich dadurch zu einem legendären Trainingsgebiet für Rennläufer und ambitionierte Wintersportler.
Wer heute aufmerksam durch das Kar wandert, entdeckt noch einige Spuren dieser Vergangenheit. Alte Lifttrassen und Relikte ehemaliger Anlagen erinnern daran, dass hier einst reger Skibetrieb herrschte. Mit den zunehmend schneearmen Wintern und dem Rückgang der Schneefelder verlor das Gebiet jedoch nach und nach seine Bedeutung. Die Natur hat sich vieles zurückgeholt, und gerade das macht den Reiz dieser Landschaft heute aus.
Im Sommer gehört das Dammkar den Wanderern und Bergsteigern. Im Winter verwandelt sich die eindrucksvolle Gerölllandschaft dagegen wieder in ein anspruchsvolles Revier für Skitourengeher und Freerider – und knüpft damit an seine lange Wintersporttradition an.
Warum ich den Aufstieg dem Abstieg vorziehe
Immer wieder begegnen einem Wanderer, die den umgekehrten Weg gewählt haben. Sie sind morgens bequem mit der Karwendelbahn nach oben gefahren und steigen nun durch das Dammkar nach Mittenwald ab.
Natürlich spart diese Variante viele Höhenmeter. Trotzdem würde ich sie nicht empfehlen.
Der Untergrund besteht über weite Strecken aus losem Geröll. Bergauf lässt sich darauf überraschend angenehm gehen. Die Schritte sind kontrolliert, das Körpergewicht arbeitet gegen den Hang und man findet schnell einen gleichmäßigen Rhythmus.
Bergab sieht das anders aus. Jeder Schritt muss sorgfältig gesetzt werden, die Steine geraten leichter ins Rutschen und die Belastung für Knie und Oberschenkel ist deutlich höher. Einige der entgegenkommenden Wanderer ohne Stöcke sind ins Rutschen geraten. Gerade bei trockenem Schotter kann der Abstieg mühsam und kräftezehrend werden.
Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Der wunderschöne Ochsenbodensteig wäre dann der letzte Abschnitt des Tages. Nach einem langen Geröllabstieg dürfte vielen Wanderern dafür schlicht die Energie fehlen, ihn wirklich zu genießen.
Für mich ist deshalb die Reihenfolge dieser Tour genau richtig: zuerst der landschaftlich reizvolle Waldsteig, anschließend das alpine Dammkar und zum Abschluss die wohlverdiente Fahrt mit der Karwendelbahn zurück ins Tal.
Mit jedem Höhenmeter wird auch die Aussicht spektakulärer. Tief unten liegt Mittenwald inzwischen wie ein Miniaturdorf, während sich gegenüber die markanten Gipfel des Wettersteingebirges immer imposanter in den Himmel zeichnen. Mitten im Dammkar sieht man nur noch Felsen. Gleichzeitig rückt das nächste Ziel näher: die Karwendelspitze mit ihrem markanten Tunnel kurz unterhalb des Gipfels.
Durch den Tunnel auf die Karwendelspitze
Je höher man steigt, desto schroffer wird das Karwendel. Die Vegetation beschränkt sich inzwischen auf sehr wenige widerstandsfähige alpine Pflanzen, die sich zwischen den Felsen behaupten. Hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neuer Blick auf die umliegenden Gipfel.
Bei einer Rampe, die wohl die ehemalige Skiabfahrt ins Dammkar eröffnet, denkt man, man hat es geschafft. Aber erst nach ein paar weiteren Höhenmeters sieht man ein faszinierendes Bauwerk.
Kurz unterhalb der Westlichen Karwendelspitze verschwindet der Weg plötzlich im Berg. Der Tunnel wurde im Zusammenhang mit dem Bau der Karwendelbahn angelegt und verbindet zwei Seiten des Gipfelbereichs. Nach den offenen Geröllfeldern wirkt der kurze, kühle Durchgang fast surreal. Man geht mit leichter Steigung etwa 10 bis 12 Minuten durch den kühlen Tunnel (zwischendrin gibt es einen Ausblicksbalkon im Fels) – unbedingt was drüberziehen, es ist wirklich frisch hier drinnen.
Nur wenige Schritte später tritt man wieder ans Tageslicht – und steht unmittelbar vor einem der schönsten Aussichtspunkte des gesamten Karwendels.
Atemberaubendes Panorama
Oben angekommen, sieht man vor allem zuerst die Karwendelbahn und die Gaststätte in einer Art Senke.
Um ein komplettes Rundum-Panorama genießen zu können – und das ist wirklich atemberaubend – sollte man unbedingt noch ein paar Höhenmeter zusätzlich einplanen und den „Passamani-Rundweg“ gehen. Hier kommen zwar noch einmal 120 Höhenmeter dazu, aber die kleine Runde ermöglicht einem wirklich tolle Ausblicke in alle Richtungen, vor allem wenn man ganz hoch wandert.
Im Süden erhebt sich das Wettersteingebirge mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze. Im Westen reichen die Blicke weit über das Alpenvorland, während sich nach Norden und Osten das schier endlose Karwendelgebirge ausbreitet – eines der größten zusammenhängenden Naturschutzgebiete der Ostalpen.
Hier steht nicht das Gipfelkreuz im Mittelpunkt, sondern die Landschaft (wer das Gipfelkreuz erreichen möchte, muss noch einen Klettersteig absolvieren). Man könnte sich stundenlang einfach auf einen Felsen setzen und den Blick schweifen lassen. Je nach Wetter ziehen Wolkenschatten über die Kalkwände, die Farben verändern sich ständig und selbst nach mehreren Minuten entdeckt man immer neue Gipfel am Horizont. Glücklicherweise gibt es an ein paar Bänken auch Hinweistafeln, welchen Berg man gerade sieht.
Karwendelbräu – Deutschlands höchstgelegene Brauerei
Bevor es wieder zurück ins Tal geht, wartet noch ein Highlight auf uns.
Direkt an der Bergstation befindet sich das Karwendelbräu, das sich selbst als Deutschlands höchstgelegene Brauerei bezeichnet. Allein diese ungewöhnliche Lage macht einen Besuch bereits lohnenswert.
Nach mehreren Stunden Aufstieg schmeckt ein frisch gezapftes Bier hier oben natürlich besonders gut. Doch auch wer keinen Alkohol trinken möchte, findet auf der Sonnenterrasse einen idealen Platz, um die Tour entspannt ausklingen zu lassen. Auch die Speisekarte bietet viele tolle Leckereien für den kleinen und großen Hunger.
Während unten in Mittenwald längst wieder der Alltag wartet, sitzt man hier noch einmal mitten in den Bergen. Wanderer, Ausflügler und Fahrgäste der Karwendelbahn treffen aufeinander, während sich die Gipfel des Karwendels als beeindruckende Kulisse erheben.
In einer Art begehbarem „Fernrohr“ ist ein Naturmuseum untergebracht (Eintritt frei). Das haben wir uns allerdings nach dem Testen einiger Biere gespart.
Entspannt zurück nach Mittenwald
Irgendwann heißt es Abschied nehmen und es geht es für uns mit der Karwendelbahn zurück ins Tal. Wir haben die letzte Bahn um 18 Uhr genommen. Unbedingt vorher schauen, wann die letzte Bahn fährt, das wird je nach Jahreszeit angepasst (Webseite der Karwendelbahn)
Die einfache Talfahrt kostet derzeit 30,90 Euro. Das mag zunächst teuer erscheinen. Nach dieser Tour empfinde ich den Preis allerdings als gut investiertes Geld.
Zum einen spart man seinen Knien mehrere hundert Höhenmeter im losen Schutt. Zum anderen kann man die letzten Minuten der Tour ganz entspannt genießen. Die kurze, aber steile Gondelfahrt ist ein schöner Abschluss des Tages – vor allem wenn man weiß, dass man das alles selbst hochgewandert ist.
Fazit
Die Wanderung von Mittenwald über den Ochsenbodensteig, die Dammkarhütte und das Dammkar bis zur Karwendelspitze gehört für mich zu den schönsten Bergtouren, die ich bisher machen durfte.
Sie verbindet alles, was eine großartige Wanderung ausmacht: abwechslungsreiche Wege, stille Waldpassagen, anspruchsvolle alpine Abschnitte, spannende Geschichte und ein Panorama, das selbst erfahrene Bergwanderer begeistert.
Besonders gut gefallen hat mir der Ochsenbodensteig. Wer die Wahl zwischen diesem Steig und dem Forstweg hat, sollte sich meiner Meinung nach unbedingt für den Steig entscheiden. Er macht den Aufstieg abwechslungsreicher und vermittelt von Beginn an echtes Berggefühl.
Ebenso würde ich die Tour immer in dieser Richtung gehen: zu Fuß hinauf und mit der Karwendelbahn zurück ins Tal. So wird das Dammkar zur sportlichen Herausforderung statt zum mühsamen Geröllabstieg, und der wunderschöne Ochsenbodensteig bildet den perfekten Auftakt der Wanderung.
Wer eine konditionell anspruchsvolle, landschaftlich außergewöhnliche Tour rund um Mittenwald sucht und vor 1.450 Höhenmetern nicht zurückschreckt, wird auf dieser Route mit einem der eindrucksvollsten Bergerlebnisse im Karwendel belohnt. Ich war am Ende überrascht, wie gut machbar die Höhenmeter waren, die mir vorher doch etwas Ehrfurcht bereitet haben. Auf geht’s!
Häufige Fragen zur Wanderung auf die Karwendelspitze (FAQs)
Wie schwer ist die Wanderung auf die Karwendelspitze über das Dammkar?
Die Tour ist eine anspruchsvolle Bergwanderung. Mit rund 1.450 Höhenmetern erfordert sie eine gute Kondition sowie Trittsicherheit. Der Abschnitt durch das Dammkar führt über loses Geröll und ist deutlich alpiner als der untere Teil der Wanderung. Ich empfehle gutes Schuhwerk und Wanderstöcke.
Ist der Ochsenbodensteig oder der Forstweg schöner?
Aus meiner Sicht ganz klar der Ochsenbodensteig (Wanderweg 271). Der schmale Bergpfad verläuft abwechslungsreich durch den Wald, bietet immer wieder schöne Ausblicke und vermittelt deutlich mehr Berggefühl als der breite Forstweg.
Kann man die Tour auch andersherum gehen?
Ja. Viele Wanderer fahren morgens mit der Karwendelbahn zur Bergstation und steigen anschließend durch das Dammkar nach Mittenwald ab. Ich persönlich würde jedoch die umgekehrte Richtung empfehlen. Das Geröll lässt sich bergauf angenehmer bewältigen und der Ochsenbodensteig ist ein wesentlich schönerer Einstieg als Abschluss einer langen Tour und der Aufstieg ist schonender für die Knie.
Wie lange dauert die Wanderung?
Je nach Kondition und Pausen solltest du für den Aufstieg etwa 5 bis 7 Stunden einplanen. Mit der Karwendelbahn geht es anschließend bequem in wenigen Minuten zurück nach Mittenwald.
Wie viele Höhenmeter hat die Tour?
Vom Bahnhof Mittenwald bis zur Bergstation der Karwendelbahn sind rund 1.450 Höhenmeter zu überwinden. Der Panoramaweg an der Bergstation ergänzt die Wanderung um weitere 120 Höhenmeter.
Was kostet die Karwendelbahn?
Für die einfache Talfahrt solltest du derzeit 30,90 Euro einplanen, Berg- und Talfahrt liegen bei 47 Euro (Stand 2026). Informiere dich vor deiner Tour über die aktuellen Preise und Betriebszeiten, da sich diese ändern können.
Gibt es Einkehrmöglichkeiten unterwegs?
Ja. Eine erste Einkehr bietet die Dammkarhütte, die sich hervorragend für eine kurze Pause vor dem anstrengenden Anstieg durchs Geröll eignet. An der Bergstation lädt anschließend das Karwendelbräu – Deutschlands höchstgelegene Brauerei – zu einer wohlverdienten Erfrischung ein.
Wann ist die beste Zeit für die Wanderung?
Die beste Zeit liegt meist zwischen Ende Juni und Oktober. Im Frühsommer können sich im Dammkar noch Altschneefelder halten, weshalb du dich vor der Tour über die aktuellen Bedingungen informieren solltest.
Ist die Wanderung für Anfänger geeignet?
Wer regelmäßig wandert und eine gute Grundkondition mitbringt, kann die Tour gut bewältigen. Absolute Bergwander-Anfänger sollten die Länge, die vielen Höhenmeter und den alpinen Charakter des Dammkars jedoch nicht unterschätzen.
Lohnt sich die Wanderung auf die Karwendelspitze?
Definitiv. Die Kombination aus dem idyllischen Ochsenbodensteig, der beeindruckenden Landschaft des Dammkars, spannender Wintersportgeschichte, dem Panorama an der Karwendelspitze und der entspannten Talfahrt mit der Karwendelbahn macht diese Tour für mich zu einer der schönsten Wanderungen rund um Mittenwald.
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